Juli 3, 2026
Thomas Becker, Manager, Field Sales Engineering

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AbonnierenAls Fuhrparkleiter stehen Sie 2026 vor einer Aufgabe, die es so noch nicht gab: zwei technisch grundverschiedene Fahrzeugtypen gleichzeitig disponieren, reporten und wirtschaftlich steuern. Die CO₂-basierte Lkw-Maut ist seit dem 1. Dezember 2023 in Kraft – und entfaltet dieses Jahr ihre volle Wirkung. Was das konkret bedeutet: Ein Diesel-Lkw der Emissionsklasse Euro VI zahlt heute rund 18 Cent pro Kilometer mehr als vor der Reform. Ein batteriebetriebener E-Lkw dagegen schuldet nur 25 % des Infrastruktur-Mautteilsatzes – also etwa 3 Cent pro Kilometer statt rund 13 Cent. Für viele klingt das nach einer klaren Botschaft: Elektrifizieren. Schnell.
Aber so einfach ist die Realität nicht. Die meisten Flotten im DACH-Raum sind heute gemischt – ein wachsender EV-Anteil neben einem nach wie vor dominierenden Diesel-Bestand. Für Geschäftsführer und CFOs ist das eine Budgetentscheidung: Die Mautersparnis ist real, aber nur, wenn die operative Steuerung stimmt. Und genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung für Fuhrparkleiter: Wie managen Sie beide Antriebsarten so, dass weder Planung noch Reporting zur Daueraufgabe werden?
Ein E-Lkw ist kein Diesel mit anderem Antrieb. Er hat eine andere Reichweitencharakteristik, reagiert stärker auf Beladung, Topografie und Außentemperatur, und braucht Ladezeit statt Tankzeit. Wer das ignoriert und E-Lkw einfach in bestehende Touren einplant, riskiert liegengebliebene Fahrzeuge – oder Fahrer, die auf gut Glück die nächste öffentliche Ladesäule suchen.
Gleichzeitig bleibt der Diesel effizient auf langen, schwerlastigen Strecken, wo Ladeinfrastruktur noch fehlt oder Zeitfenster zu eng sind. Eine gute Dispositionsentscheidung beginnt deshalb nicht mit der Frage „Welches Fahrzeug ist besser?", sondern: „Welches Fahrzeug passt heute, für diese Tour, zu diesem Kunden?"
Diese Entscheidung braucht Daten – und zwar in Echtzeit.
Fuhrparkleiter, die E-Lkw einsetzen, kennen das Problem: Der Ladestand ist eine Variable, die sich permanent ändert. Volle Batterie beim Aufbruch um 6 Uhr morgens bedeutet nicht zwingend ausreichende Reichweite für die letzte Lieferung am Nachmittag – besonders im Winter oder bei einer Route mit mehreren Stopps und Leerlaufzeiten.
Mit Samsara sehen Disponenten den Ladestand jedes E-Lkw in Echtzeit – auf derselben Oberfläche, auf der sie auch den Diesel-Bestand im Blick haben. Auf einen Blick ist erkennbar, welche E-Fahrzeuge ausreichend Reichweite für die nächste Tour haben und welche zuerst an die Ladesäule müssen. Das reduziert Fehlplanungen und macht den Unterschied zwischen einem reibungslosen Schichtwechsel und einem Notfallanruf.
Routenoptimierung war schon bei reinen Diesel-Flotten komplex. Bei gemischten Flotten kommen neue Variablen hinzu: Wo liegen Ladestopps auf der Strecke? Wie viel Zeit braucht eine Schnellladung? Reicht die Batterie für die Rückfahrt ohne Zwischenstopp?
Mit Samsara können Disponenten Fahrzeugtypen und ihre spezifischen Parameter direkt in die Routenplanung einbeziehen. E-Lkw werden auf Strecken eingeplant, die zu ihrer Reichweite und den verfügbaren Ladeinfrastrukturen passen. Diesel übernehmen Touren, bei denen Flexibilität oder Reichweite entscheidend sind. Das Ergebnis ist eine Flotte, die als System funktioniert – nicht als Sammlung von Einzelfahrzeugen, die zufällig denselben Hof teilen.
Ladeinfrastruktur ist kein IT-Thema – sie ist ein Betriebsthema. Wenn ein E-Lkw um 14 Uhr zurückkommt und um 18 Uhr wieder losfahren muss, entscheidet der Ladezustand der Infrastruktur darüber, ob das klappt. Ist die Ladesäule belegt, defekt oder überlastet, entsteht ungeplante Standzeit.
Die Realität in Deutschland zeigt: HPC-Ladepunkte an Autobahn-Rastanlagen sind noch dünn gesät, und viele Depots stoßen an die Grenzen ihrer Netzanschlusskapazitäten. Das Deutschlandnetz – das staatlich geförderte Schnellladenetz für schwere Nutzfahrzeuge – baut diese Lücke schrittweise ab, aber der Ausbau braucht Zeit. Parallel dazu haben KfW und BAFA Förderprogramme für den Aufbau betriebseigener Ladeinfrastruktur aufgelegt, die für Fuhrparkbetreiber erhebliche Investitionserleichterungen bieten. Mehr dazu, was das neue Förderprogramm für Flottenbetreiber konkret bedeutet, erfahren Sie hier.
Mit Samsara haben Fuhrparkleiter Ladestatus und -verfügbarkeit direkt im operativen Dashboard im Blick. Sie erkennen frühzeitig, ob Ladekapazitäten für den nächsten Schicht reichen – oder ob eine Tour umgeplant oder auf einen Diesel umgeleitet werden muss. Ladeinfrastruktur wird so zu einem planbaren Ressourcenelement statt zu einem stillen Risikofaktor.
Die CO₂-basierte Maut macht Transparenz zur Pflicht. Transportkosten hängen nun von der Emissionsklasse ab – und das muss in der Kalkulation sichtbar sein: pro Tour, pro Fahrzeugtyp, pro Kunde.
Wer heute nicht zwischen den Mautkosten eines Euro-VI-Diesels und eines E-Lkw unterscheidet, vergibt Einsparungspotenzial und verliert die Grundlage für fundierte Flottenentscheidungen. Mit Samsara erfassen Fuhrparkleiter Fahrtstrecken und Fahrzeugdaten automatisch. Mautkosten lassen sich fahrzeugscharf auswerten – ohne manuelle Nacherfassung, ohne Datenlücken.
ESG-Berichtspflichten wachsen. Für Unternehmen, die unter die CSRD fallen oder Kunden haben, die Scope-3-Emissionen nachweisen müssen, ist CO₂-Transparenz keine Option mehr – sie ist Voraussetzung für die Zusammenarbeit.
Mit Samsara wird CO₂ automatisch über die gesamte Flotte erfasst – Diesel und E-Lkw gleichermaßen. Emissionsdaten stehen fahrzeugscharf, streckenbasiert und in Echtzeit zur Verfügung. Fuhrparkleiter können damit sowohl Maut-Compliance als auch ESG-Reportings aus einer einzigen, konsistenten Datenquelle bedienen. Kein manuelles Zusammenführen aus verschiedenen Systemen. Kein Raten bei unvollständiger Datenlage.
Das zentrale Problem gemischter Flotten ist nicht Technik – es ist Fragmentierung. E-Lkw-Telematik hier, Dieseldaten dort, Mautabrechnungen im dritten System, CO₂-Reporting im vierten. Jeder Medienbruch kostet Zeit, erhöht Fehlerrisiken und verlangsamt Entscheidungen.
Mit Samsara sehen Fuhrparkleiter Ladestand, Standort, Fahrleistung, Mautkosten und Emissionsdaten aller Fahrzeuge in einer Oberfläche – unabhängig vom Antriebstyp. Weniger Systemwechsel, schnellere Disposition und eine Datenbasis, die belastbar genug ist, um echte Entscheidungen zu tragen.
Flotten wie ALSCO Deutschland und Gebrüder Schröder nutzen Samsara, um operative Transparenz über ihre gesamte Fahrzeugflotte herzustellen. Der Ansatz skaliert – vom ersten E-Lkw im Depot bis zur vollständig elektrifizierten Flotte.
2026 ist das Jahr, in dem gemischte Flotten zur Normalität werden – und in dem sich zeigt, wer sie operativ im Griff hat. Die wirtschaftlichen Anreize zur Elektrifizierung sind real. Aber der Wettbewerbsvorteil entsteht nicht durch den Kauf von E-Lkw, sondern durch die Fähigkeit, beide Antriebsarten intelligent einzusetzen.
Fuhrparkleiter, die heute eine einheitliche Datenbasis für Diesel und Elektro aufbauen, schaffen die Grundlage für schnellere Disposition, belastbares Reporting und eine Elektrifizierungsstrategie, die mit der Flotte wächst – statt gegen sie zu arbeiten.
Sie managen bereits erste E-Lkw oder planen den Einstieg in die E-Mobilität? Vereinbaren Sie eine persönliche Demo und sehen Sie live, wie andere DACH-Fuhrparkleiter Diesel und Elektro auf einer Plattform steuern.
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